Jessica & Guido

Ich könnte so viel über die Hochzeit von Jessica & Guido schreiben. So viele Dinge, die es wert wären, sie alle hier zu erwähnen. Aber neben den Dingen, die man als Fotograf von einer Hochzeit ohnehin erwartet kann, sind es gerade die Unvorhersehbarkeiten, denen man sich von Jetzt auf Gleich ausgesetzt sieht. Die Braut sitzt um 10:00 Uhr noch in der Schminke obwohl um 10:30 Uhr die Trauung ist und wir gut und gerne noch 20 Minuten fahren müssen ?? Oh ja – so gefällt Matthias das. Alle in heller Aufregung und trotzdem einen kühlen Kopf bewahren, denn die Braut und der Bräutigam sollen trotzdem noch zu Hause das erste mal aufeinander treffen. Also tigert man vom Keller bis unters Dach und wieder zurück um den Beiden – trotz Zeitnot oder eben genau deswegen – kleine Anweisungen zu geben, dass sie nicht im Laufschritt die Treppe rauf bzw. runter stürmen. “Matthias, weißt du wie man Manschetten-Knöpfe anlegt ?” fragt mich der Guido. “Klar! Gib mal her :-)” – entgegne ich. Ich hab das ja alles schon ein paar Mal gesehen. 10:20 Uhr … wo ist die Limousine ?? Das Streßbarometer steigt in dem Moment über den messbaren Bereich, denn der Fahrer ist an der falschen Adresse. Über eine halbe Stunde zu spät am Standesamt wird uns mitgeteilt, dass die Trauung unter freiem Himmel stattfinden muss – da drinnen alles belegt ist. Hm – die Sonne scheint…so allmählich scheinen wir doch die Nutznießer des chaotischen Morgens zu sein. “Und nun dürfen Sie sich als Zeichen der Verbundenheit die Ringe anstecken”  “Die Ringe” rasselt es durch die erste Reihe…..”DIE RINGE”. Papa klopft sich nervös die Sakkotaschen ab…..er zuckt mit den Schultern. Dann große Augen….”DIE liegen noch im Auto” sagt er und verschwindet durch das kleine rosenbewachsene Gittertor am rückwärtigen Ausgang. Das ist wohl nur ein Bruchteil dessen, was trotz monatelanger Planung alles so geschehen kann. Und das Brautpaar ? Die stehen hinten im Garten und lachen mit Tränen in den Augen. “DARAN” werden wir uns immer zurück erinnern. Ja und Ich begleite diesen Tag bis spät in die Nacht. Eine russische Hochzeit war es und mein Gott – noch nie habe ich eine Gesellschaft von über 120 Leuten erlebt, bei in der man sich vorkam als ob es eine riesigen Familie wäre. Zum ersten Mal erlebte ich auch die ungeheuren Vorteile einer Moderation. Eine junge Dame leitete durch den Abend und sorgte dafür, dass immer genug Zeit war für Unterhaltungen, Essen,… und auch nie ZU VIELE Spiele nacheinander stattfanden. “Ich liebe dich so sehr” – Jessicas Worte hallen spät in der Nacht über Mikro durch den Raum in Richtung Ihrer Mama -mein Herz ist jetzt ganz weich. Danke für so einen tollen Tag.

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